Bildungsbegleitung

In Potsdam besuchen ca. 22.500 Kinder und Jugendliche die Schule (Grundschule und weiterführende Schulen). Ein Teil dieser Kinder wächst in Elternhäusern auf, die ihre Kinder nicht im Schulalltag unterstützen können. Insbesondere Eltern aus armen oder von Armut betroffenen Familien sind erschöpft und dadurch zunehmend überfordert. Diese Auswirkungen von Armut schlagen sich in hohem Grade auf die Gesundheit und die Bildung der Kinder nieder.

Daraus erwachsen ungleiche Bildungschancen für Kinder und Jugendliche, deren Echo verminderte schulische Leistungen sind. Diese schulischen Misserfolge können zur Minderung des Selbstwertgefühls führen, das sich wiederum in psycho-sozialen Verhaltensauffälligkeiten wie Teilnahmslosigkeit oder Aggression äußern kann und in manchen Fällen von Mitschüler*innen mit Ausgrenzung und Ablehnung beantwortet wird.

Über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) besteht für Familien, die zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sind, die Möglichkeit, für ihre Kinder eine Lernförderung zu erhalten, „wenn nur dadurch das wesentliche Lernziel erreicht werden kann“.
Leider nehmen viele Familien diese Unterstützungsleistung (Lernförderung) für ihre Kinder nicht in Anspruch (zu hoher bürokratischer Aufwand) oder aber kann der Antrag auf Unterstützung nicht gewährt werden, da die Schulnoten der Kinder nicht „schlecht genug“ sind.

Für Kinder, die eine spezielle Unterstützung benötigen, um an einem inklusiven Bildungssystem teilzunehmen, besteht die Möglichkeit, dass eine Schulbegleitung in Form einer Einzelfallmaßnahme der Eingliederungshilfe für das Kind beantragt werden kann. Diese Beantragung erfolgt durch die Personensorgeberechtigten. Unterbleibt dies, entfällt auch diese Unterstützungsleistung. Das betroffene Kind bekommt durch das Nichtbeantragen der Leistung oder durch die Verwehrung der Leistung durch das zuständige Sozialamt keine zusätzliche Unterstützung für den Unterricht, die es eigentlich dringend bräuchte.

Die Bildungsbegleiter*innen des AWO Büro KINDER(ar)MUT werden für Kinder und Jugendliche eingesetzt, die z.B. aus dem genannten Leistungsbezug fallen, da sich ihre schulischen Leistungen verbessert haben. Oftmals benötigen sie jedoch weiterhin eine Unterstützung zur Bewältigung der schulischen Anforderungen. Aber auch für Kinder und Jugendlichen, die wie beschrieben keine Einzelfallhilfe gewährt bekommen aber auf zusätzliche Unterstützung im Unterricht angewiesen sind, sind die Bildungbegleiter*innen Unterstützer*innen.

Die Lern- und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen sollen durch den Einsatz von Bildungsbegleiter*innen verbessert werden.

Eine regelmäßige Abstimmung und Beratung mit den Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen für das Gelingen der Förderung der Kinder und Jugendlichen ist unerlässlich.

Die Bildungsbegleiter*innen  bekommen die Möglichkeit des kollegialen Austauschs und der Qualifizierungen zur Ausübung ihrer Tätigkeit durch das AWO Büro KINDER(ar)MUT wahrzunehmen.

Derzeit haben wir ehrenamtliche Bildungsbegleiter*innen an der Grundschule am Pappelhain und an der Priesterweggrundschule installiert.

Die Unterstützung gilt hierbei sowohl im Rahmen der fächerübergreifenden Lernförderung als auch im psycho-sozialen Bereich

  • Hilfestellung beim Erlernen des Unterrichtsstoffes bzw. Wiederholen und Vertiefen
  • Stärkung des Selbstwertgefühls und sozialer Kompetenzen
  • Bedürfnisse erkennen und ggf. Zusatzangebote vermitteln (Therapien, Sport, Musik …)
  • Vertrauensperson und Ansprechpartner*in sein für die Kinder und Jugendlichen

Zudem können Bildungsbegleiter*innen

eine unterstützende Funktion bei der Begleitung von Übergängen einnehmen: von der Kita in die Grundschule, von der Grundschule in die weiterführende Schule.

Ergänzend hierzu können Bildungsbegleiter*innen eine unterstützende Funktion bei der Begleitung von Übergängen einnehmen: von der Kita in die Grundschule, von der Grundschule in die weiterführende Schule.

Es ist eine regelmäßige Abstimmung und Beratung mit den Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen für das Gelingen der Förderung der Kinder und Jugendlichen unerlässlich.

Die Bildungsbegleiter*innen sollen die Möglichkeit des kollegialen Austauschs wahrnehmen können und Qualifizierungen zur Ausübung ihrer Tätigkeit durch das AWO Büro KINDER(ar)MUT erhalten, die Themen der Zusammenarbeit sowohl mit den Kindern als auch den Eltern und dem Schulkollegium zum Inhalt haben.

Derzeit haben wir Bildungsbegleiter*innen an der Grundschule am Pappelhain und an der Priesterweggrundschule installiert.

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