Langzeitstudie Kinderarmut: AWO fordert Paradigmenwechsel in der Armut

Artikel vom 21.11.2019

Langzeitstudie Kinderarmut: AWO fordert Paradigmenwechsel in der Armut

Nur wenn arme Kinder früh gleiche Chancen erhalten, verhindert dies die Armut im Erwachsenenalter. Das ist ein Ergebnis der neu vorgestellten AWO-ISS-Langzeitstudie.

Vor 22 Jahren hat sich die Arbeiterwohlfahrt auf den Weg gemacht, wissenschaftliche Grundlagenforschung im Bereich der Kinderarmut anzustoßen. Mit der AWO-ISS-Langzeitstudie liegen nun heute Lebensverläufe von armen und nicht armen Menschen vor, die Ende der 1990er Jahre Kindertageseinrichtungen der AWO besucht haben. Die Kinder von damals sind heute junge Erwachsene im Alter von 25 und 26 Jahren.

Wie schon in der Vergangenheit, liefern die Ergebnisse der aktuellen, fünften Phase der AWO-ISS-Langzeitstudie weitreichende Erkenntnisse über die komplexen Wirkweisen von Kinder- und Jugendarmut. Mit der Fortführung dieser einzigartigen Langzeitbetrachtung bis ins junge Erwachsenenalter hinein wird untersucht, wie es um die Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen steht. Dabei wird deutlich, dass sich das Kindergesicht der Armut im Laufe der Zeit verändert, jedoch allzu häufig im jungen Erwachsenenalter sichtbar bleibt.

Die aktuelle AWO-ISS-Langzeitstudie kommt zu dem Ergebnis, dass Armut und Armutserfahrungen zu Nachteilen bei der Bewältigung zentraler Herausforderungen führen, die sich den Betroffenen beim Übergang ins junge Erwachsenenalter typischerweise stellen.

Wichtig ist auch die Frage nach der Verfestigung von Kinderarmut. Hier zeigt sich, dass mehr als ein Fünftel aller Kinder seit mehr als fünf Jahren entweder dauerhaft oder widerkehrend in Armut leben.

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