Wie lassen sich Kinder und Jugendliche stärker an demokratischen Prozessen beteiligen und ihre Anliegen wirksam in politische Entscheidungen einbringen? Diese Frage eröffnete den gestrigen Besuch der Landtagsabgeordneten Nadine Graßmel (SPD) im AWO Büro KINDER(ar)MUT. Gemeinsam mit Jane Baneth, Vorständin des AWO Bezirksverbands Potsdam e.V.sowie Franziska Löffler und Jörn Mensching, die das AWO Büro KINDER(ar)MUT leiten, ging es um den Austausch über aktuelle Herausforderungen und notwendige politische Weichenstellungen für Kinder, Jugendliche und Familien.
Graßmel, deren politische Arbeit insbesondere auf soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit, Familienförderung und Gesundheitsprävention ausgerichtet ist, informierte sich über die Arbeit des AWO Büro KINDER(ar)MUT. Vorgestellt wurden die drei zentralen Arbeitsbereiche Beratung, Stadtteilfrühstücke und Bildungsbegleitung. Ergänzt werden diese durch spendenfinanzierte Angebote, die Kindern und Jugendlichen beispielsweise das kostenfeie Schwimmenlernen oder die Ausübung von Hobbys ermöglichen. Auch die weitere Stärkung von Eltern und Familien, unter anderem durch den Aufbau einer Elternschule im Rahmen des durch den Europäischen Sozialfonds geförderten Projektes „Gemeinsam wachsen“, war Thema des Gesprächs.
Ein wesentlicher Schwerpunkt des Austauschs lag auf den Zusammenhängen von Gesundheit, Bildung und sozialer Teilhabe. Dabei wurde die Volksinitiative „Gerechtigkeit is(s)t besser“ thematisiert, die ein kostenfreies und gesundes Mittagessen für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 im Land Brandenburg fordert. Gesunde Ernährung sei nicht nur eine Frage der Versorgung, sondern auch der Bildung und „ein strukturelles Mittel, das letztendlich auch Armutsprävention ist“, betonte Jane Baneth.